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Bester Sparplan für jeden Sparer – worauf sollte ich achten?

Regelmäßiges Sparen ist wichtig, denn so können Sie beispielsweise ein finanzielles Ziel erreichen oder Ihre private Altersvorsorge aufbauen. Viele Menschen haben diesen Bedarf erkannt und entscheiden sich schon früh, beispielsweise nach Beginn eines Studiums oder mit dem Start ins Berufsleben, zumindest einen kleineren Betrag regelmäßig zu sparen. Zu diesem Zweck stehen am Markt mehrere Sparpläne zur Verfügung. Doch welcher Sparvertrag ist für welchen Sparer die ideale Lösung? Dieser Frage möchten wir in unserem Beitrag nachgehen und Ihnen dabei die gängigsten Sparformen vorstellen.

Welche Sparpläne werden am Markt angeboten?

Es gibt einige Sparpläne, die nicht immer zwingend als solche zu erkennen sind, aber dennoch dem langfristigen Vermögensaufbau dienen. Die Angebote stammen nicht nur von Banken, sondern ebenfalls von Fondsgesellschaften, Versicherungen und Bausparkassen. Im Überblick gibt es die folgenden Finanzprodukte, die – mehr oder weniger ideal – zum regelmäßigen Sparen genutzt werden können:

  • Banksparplan
  • Bausparvertrag
  • Fondssparplan (inklusive ETF-Sparplan)
  • Kapitallebensversicherung
  • Private Rentenversicherung
  • Aktiensparplan

Mit diesen Produkten möchten wir uns im Folgenden näher beschäftigen und Ihnen jeweils die wichtigsten Eigenschaften zum Sparplan nennen.

Der Banksparplan: deutlicher Rückgang des Angebotes

Der Banksparplan ist eines der ältesten Finanzprodukte, die zum regelmäßigen Sparen genutzt werden. Aktuell ist das Angebot der Banken allerdings in diesem Bereich auf breiter Ebene deutlich reduziert. Viele Kreditinstitute bieten keinen Banksparplan mehr an. Der Grund ist insbesondere die Niedrigzinsphase, sodass bereits in den letzten Jahren für Banksparpläne teilweise nur noch eine Verzinsung von zum Teil weniger als einem Prozent gezahlt wird. Zwar gibt es beim Banksparplan meistens zusätzlich eine jährlich steigende Prämie (Prämienstaffel), aber gerade diese ist der Grund dafür, dass immer mehr Banken den Sparplan nicht mehr anbieten. Die Prämie ist nämlich schlichtweg nicht mehr finanzierbar. Ohne Prämie jedoch ist der Banksparplan für die meisten Sparer absolut unattraktiv.

Fazit: Trotz der äußerst hohen Sicherheit ist der Banksparplan als Sparvertrag aktuell nicht empfehlenswert. Selbst für äußerst sicherheitsorientierte Sparer gibt es Alternativen, wie zum Beispiel die private Rentenversicherung, die mit einer etwas höheren Rendite ausgestattet sind.

Bausparvertrag: Sparplan für zukünftige Wohnungseigentümer

Ein weiteres Finanzprodukt, welches zum regelmäßigen Sparen genutzt werden kann, muss differenziert betrachtet werden. Es handelt sich dabei um den Bausparvertrag. Dieser kann zwar grundsätzlich auch zum Vermögensaufbau genutzt werden, allerdings ist der Bausparvertrag als reiner Sparvertrag nicht empfehlenswert. Die Rendite ist nämlich teilweise sogar noch geringer als beim zuvor erwähnten Banksparplan, was die Ansparphase betrifft. Die eigentliche Stärke des Bausparvertrages ist aktuell das Bauspardarlehen, welches Zinssicherheit bietet und mit einem niedrigen Darlehenszins versehen ist. Als reiner Sparvertrag zum Vermögensaufbau oder gar zur Altersvorsorge ist der Bausparvertrag jedoch nicht sinnvoll.

Fazit: Der Bausparvertrag ist als Sparvertrag zum Vermögensaufbau ungeeignet. Nach wie vor empfehlenswert ist der Bausparvertrag allerdings unter der Voraussetzung, dass Sie zukünftig Immobilieneigentum erwerben möchten. Dann können Sie das Bausparguthaben in die Finanzierung einfließen lassen und zudem von zinsgünstigen Bauspardarlehen profitieren.

Fondssparplan und ETF-Sparplan: Renditestarker Vermögensaufbau mit Aktien

Während sowohl der Banksparplan als auch der Bausparvertrag aufgrund der äußerst geringen Rendite aktuell zum regelmäßigen Sparen nicht zu empfehlen sind, kommen wir nun zu zwei Finanzprodukten, bei denen das Gegenteil zutrifft. Es handelt sich zum einen um den Fondssparplan und zum einen um den ETF-Sparplan. Beim Fondssparplan kaufen Sie regelmäßig Fondsanteile an einem offenen Fonds. Meistens gibt es die folgenden Fondsarten, die zur Auswahl stehen:

  • Geldmarktfonds
  • Rentenfonds
  • Immobilienfonds (offen)
  • Aktienfonds

Aufgrund der aktuellen Zinssituation entscheiden sich heute besonders viele Anleger für Aktien- oder Immobilienfonds. Bei Geldmarktfonds und vielen Rentenfonds ist die Rendite kaum höher, als wenn Sie beispielsweise in Bundeswertpapiere investieren oder mit einem Banksparplan Vermögen aufbauen möchten. Bei Aktienfonds hingegen können Sie gut und gerne eine Jahresrendite von durchschnittlich zwischen fünf bis sieben Prozent erzielen. Eine Garantie dafür gibt es natürlich nicht.

Der ETF-Sparplan funktioniert genauso wie der klassischer Fondssparplan. Der Unterschied besteht darin, dass es sich um ETFs handelt, bei denen bekanntlich ein Index passiv nachgebildet wird. Der ETF-Sparplan ist manchmal sogar noch mit einer etwas besseren Rendite ausgestattet, denn die Kosten sind bei Indexfonds für gewöhnlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds. Beide Fondsarten sind jedoch eine sehr gute Möglichkeit, wie Sie regelmäßig Vermögen aufbauen können.

Fazit: ETF- und Fondssparplan sind aktuell mit die beliebtesten Finanzprodukte, die Sie zum regelmäßigen Sparen nutzen können. Sowohl zum Zielsparen als auch zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge ist Sparen mit Fonds aufgrund der nöglichen sehr guten Rendite geeignet. Diese Broker bieten Fondssparpläne und ETF-Sparpläne an:

Kapitallebensversicherung: zum Vermögensaufbau nicht empfehlenswert

Ein Finanzprodukt, welches über Jahrzehnte hinweg mit das klassische Produkt für den Vermögensaufbau war, ist die Kapitallebensversicherung. Allerdings ist auch diese Art Sparvertrag, der eigentlich eine Versicherung ist, aufgrund deutlich gesunkene Renditen in der Form nur noch selten zu empfehlen. Zwar gibt es neben dem reinen Sparen auch die Möglichkeit, den Todesfall des Vertragsinhabers in finanzieller Hinsicht abzusichern. Allerdings lässt sich die Kombination aus Sparen und Todesfallschutz besser herstellen, nämlich indem Sie sich beispielsweise für einen Fondssparplan zum Vermögensaufbau und für eine deutlich günstigere Risikolebensversicherung entscheiden.

Fazit: Die Kapitallebensversicherung ist zum Vermögensaufbau nicht mehr empfehlenswert. Möchten Sie regelmäßig Sparen und einen Todesfallschutz, ist eine Kombination aus Fonds- oder ETF-Sparen sowie einer Risikolebensversicherung die bessere Variante.

Private Rentenversicherung: fondsgebundene Variante durchaus akzeptabel

Bei der privaten Rentenversicherung gibt es in der Regel zwei Varianten, nämlich die klassische Version und die fondsgebundene Rentenversicherung. Die klassische Version ist aktuell aufgrund der niedrigen Zinsen nicht mehr empfehlenswert, denn dort investiert die Versicherungsgesellschaft meistens in Geldmarktpapiere, Festgelder und Anlagen, die wenig Zinsen bieten. Vom Ertrag her durchaus noch interessant ist die fondsgebundene Rentenversicherung. Dort gibt es allerdings keine Kapitalgarantie, sondern die später auszuzahlende Kapitalsumme hängt davon ab, wie sich die entsprechenden Fonds entwickelt haben. Mit einer durchschnittlichen Rendite zwischen 3,5 und 5,5 Prozent kann die fondsgebundene Rentenversicherung allerdings einen durchaus attraktiven Ertrag aufweisen.

Fazit: Bei der privaten Rentenversicherung sollten Sie sich – wenn – für die fondsgebundene Variante entscheiden. Diese weist einen guten Ertrag auf, beinhaltet allerdings keine Kapitalgarantie.

Aktiensparplan: Neues einen Sparprodukt mit guter Durchschnittsrendite

Als letztes gängiges Finanzprodukt zum regelmäßigen Sparen möchten wir den Aktiensparplan erwähnen. Dieses Produkt gibt es bei den meisten Banken und Brokern erst seit einigen Jahren. Der Aktiensparplan ist – insbesondere im Vergleich mit dem Fonds- und ETF-Sparplan – vor allem für Sparer geeignet, die selbst auswählen möchten, in welche Aktienwerte regelmäßig gespart wird. Es muss also eine gewisse Marktkenntnis und auch Begeisterung für das Investment in Aktien vorliegen. Zudem sollten Sie beachten, dass Sie bei einem Aktiensparplan natürlich nie die Risikostreuung erreichen, die es bei einem ETF- oder Fondssparplan automatisch gibt. Dennoch ist der Aktiensparplan ein interessantes Produkt, das auch mit einer durchschnittlich guten Rendite ausgestattet ist – wenn Sie die richtigen Aktien wählen!

Fazit: Der Aktiensparplan ist von der Rendite her mit einem Fonds- oder einem ETF-Sparplan vergleichbar, also sehr gut zum Vermögensaufbau geeignet. Sie sollten sich allerdings wird am Markt auskennen, denn beim Aktiensparplan müssen Sie die Selektion der Wertpapiere vornehmen.